Sport und Gesundheit
Für die Œuvre Nationale sind Sport und körperliche Aktivität ein Gemeingut.
© Aurélie Costantini
Über die Förderung des Spitzensports hinaus, die durch die finanziellen Mittel sichergestellt wird, die die Œuvre dem COSL zur Verfügung stellt, setzt sich die Œuvre dafür ein, allen Menschen den Zugang zu den Vorzügen von Bewegung und körperlicher Aktivität zu ermöglichen – verstanden im weiten Sinne als jede Form freiwilliger körperlicher Betätigung, die zum physischen und seelischen Wohlbefinden beiträgt. Der organisierte und strukturierte Sport stellt dabei einen wesentlichen, aber nicht den einzigen Bestandteil dar.
Mit einem konsequent inklusiven Ansatz zielen die im Aktionsbereich Sport und Gesundheit unterstützten Projekte darauf ab, die körperliche und seelische Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern und zugleich den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Lebensqualität zu stärken. Dabei geht es darum, Bewegung in all ihren Formen aufzuwerten – etwa Spazierengehen, Tanzen, Spiele im Freien, sanfte Gymnastik sowie Mannschafts- oder Einzelsportarten – als ein Gemeingut, das allen offensteht, unabhängig von Alter, Fähigkeiten, Herkunft oder Lebenssituation.
Die Œuvre Nationale erkennt körperliche Aktivität als Motor für Prävention, Inklusion, gemeinschaftliches Wohlbefinden und sozialen Zusammenhalt an. Sie will den Stellenwert und den Nutzen von körperlicher Aktivität und Sport in der Gesellschaft stärken.
Neue Kriterien
Die Œuvre Nationale richtet ihre Förderung auf Projekte aus, die körperliche Aktivität als Hebel für soziale Wirkung nutzen – anhand von vier Kriterien:
Die Œuvre unterstützt Initiativen, die körperliche Aktivität als Mittel zur Gesundheitsprävention für alle Bevölkerungsgruppen nutzen. Ob im Rahmen betreuter sportlicher Aktivitäten oder im Alltag: Diese Projekte fördern dauerhafte Bewegungsgewohnheiten, die an unterschiedliche Altersgruppen, Lebensumstände und individuelle Lebenswege angepasst sind.
Angesichts zunehmender Bewegungsarmut, einer alternden Bevölkerung und wachsender Herausforderungen im Bereich der seelischen Gesundheit stellt regelmäßige körperliche Aktivität einen anerkannten Präventionshebel dar. Die Œuvre fördert daher Projekte, die unterschiedliche Zielgruppen – Kinder, Erwachsene, Seniorinnen und Senioren, Menschen in prekären Lebenslagen – sensibilisieren, mobilisieren und zu einer regelmäßigen, für ihre körperliche und seelische Gesundheit förderlichen Aktivität begleiten. Der organisierte Sport kann hierbei eine treibende Rolle spielen, insbesondere durch die Regelmäßigkeit, die er mit sich bringt, und die gemeinschaftliche Dynamik, die er erzeugt.
Dieser Schwerpunkt zielt darauf ab, allen Menschen den Zugang zu körperlicher Aktivität zu sichern. Dazu gehört der Abbau finanzieller, physischer, kultureller oder geografischer Barrieren, die manche Menschen an der Teilnahme hindern oder einschränken.
Die Œuvre fördert Projekte, die konkret den Zugang zu körperlicher Aktivität eröffnen, insbesondere für Menschen in vulnerablen Lebenslagen, mit Behinderung, in Isolation oder Ausgrenzung. Dazu zählen unter anderem ältere Menschen, Neuankömmlinge, Menschen in prekären Verhältnissen sowie Jugendliche, die wenig Zugang zu traditionellen Sportstrukturen haben. Das Umfeld muss einladend, wohlwollend und angepasst sein – unabhängig davon, ob es sich um freie körperliche Aktivität oder um Sport im Rahmen eines Vereins handelt.
Besondere Aufmerksamkeit gilt zudem dem Frauen- und Mädchensport. Die Œuvre möchte Projekte fördern, die die Teilnahme, Sichtbarkeit und Gleichstellung von Frauen und Mädchen in allen Formen körperlicher Aktivität und sportlicher Betätigung unterstützen – vom Freizeitsport bis zum Spitzensport.
Die Œuvre möchte Projekte unterstützen, die körperliche Aktivität als Mittel nutzen, um Menschen miteinander zu verbinden. Sich gemeinsam zu bewegen bedeutet auch, sich zu begegnen, auszutauschen und sich gegenseitig zu unterstützen: Körperliche Aktivität schafft Räume der Geselligkeit und Solidarität, die über die rein körperliche Dimension hinausgehen.
Diese Projekte verstehen Bewegung – ob spontan oder organisiert – als positiven Hebel für Begegnung, für das Feiern des Miteinanders und für die Unterstützung der seelischen Gesundheit der Teilnehmenden. Durch seine gemeinschaftlichen Rituale, Mannschaften und Veranstaltungen bietet Sport hierfür einen besonders geeigneten Rahmen, um dauerhafte Bindungen und ein Zugehörigkeitsgefühl entstehen zu lassen.
Körperliche Aktivität kann ihre positive Wirkung nur in einem schützenden Rahmen entfalten, der frei ist von jeglicher Form von Gewalt, Diskriminierung oder Missbrauch.
Die Œuvre unterstützt daher Projekte, die Safeguarding-Maßnahmen umsetzen: die Vorbeugung möglichen Missbrauchs, den Schutz vulnerabler Sporttreibender sowie die Schulung von Betreuenden zu den Themen Safeguarding und Ethik – sowohl in organisierten Sportvereinen als auch bei informellen Bewegungsinitiativen.
Zu beachten:
Der Bereich Sport und Gesundheit der Œuvre Nationale umfasst keine medizinischen, therapeutischen oder rehabilitativen Maßnahmen, die in den Zuständigkeitsbereich des Gesundheits- und Pflegewesens fallen, ebenso wenig wie klinische oder paramedizinische Angebote im Zusammenhang mit dem Bereich Sport und Gesundheit.