Kulturelle Mediation 2026 – Aufruf zur Projekteinreichung
- Artikel
- 26 Nov. 2025
©Mo Geffen
Das Kulturministerium startet gemeinsam mit der Œuvre Nationale einen Aufruf zur Projekteinreichung, der sich an alle kulturellen Organisationen in Luxemburg richtet (öffentliche Einrichtungen und gemeinnützige Vereine).
Ziel dieses Aufrufs ist es, die zertifizierte Weiterbildung in kultureller Mediation zu stärken, indem den Teilnehmer*innen die Möglichkeit geboten wird, an realen Projekten zu arbeiten - in enger Zusammenarbeit mit Akteur*innen aus dem Kulturbereich.
Dieser neue Ansatz schafft eine direkte Verbindung zwischen der Weiterbildung, den Kulturinstitutionen und den Besucher*innen und verankert die Projekte stärker in den Bedürfnissen und Realitäten des luxemburgischen Kulturbereichs.
Seit 2022 hat die Weiterbildung in kultureller Mediation mehr als 30 Teilnehmer*innen dabei unterstützt, solide Kompetenzen zu erwerben, unter anderem in den Bereichen:
- Entwicklung und Ansprache von Zielgruppen,
- Verständnis der luxemburgischen Kulturlandschaft,
- Konzeption und Umsetzung von Vermittlungsangeboten,
- Ausarbeitung eines vollständigen Projekts, das von einer Fachjury bewertet wird.
Bislang blieben viele dieser Projekte im theoretischen Rahmen. Mit diesem Aufruf möchten wir:
- die praktische und berufliche Dimension der Weiterbildung stärken,
- die Zusammenarbeit zwischen Kulturinstitutionen und zukünftigen Vermittler*innen fördern,
- Projekte unterstützen, die in Zukunft tatsächlich umgesetzt werden können,
- den Kulturbereich mit neuen Ideen und Formaten der Vermittlung bereichern.
Alle luxemburgischen kulturellen Organisationen sind eingeladen, teilzunehmen, darunter:
- öffentliche Einrichtungen,
- gemeinnützige Kulturvereine (ASBL).
Es sind keine besonderen Voraussetzungen erforderlich: Sie können eine einfache Idee, ein Konzept oder eine erste Vermittlungsfragestellung einreichen. Die Teilnehmer*innen der Weiterbildung entwickeln das Projekt anschließend gemeinsam mit Ihrer Organisation weiter.
Mehrere Teilnehmer*innen können dasselbe Projekt wählen. Es handelt sich nicht um einen Wettbewerb, sondern um ein pädagogisches Übungsfeld.
Interessierte Organisationen sind eingeladen, einen Projektplan einzureichen (PDF-Datei am Ende der Seite), die folgende Angaben enthalten sollte:
- eine kurze Beschreibung des Kontexts,
- die Idee oder Fragestellung der Vermittlung,
- die angesprochenen Zielgruppen,
- die angestrebten Ziele,
- gegebenenfalls interne Partner*innen.
Der Projektplan sollte übersichtlich und prägnant bleiben. Er dient den Teilnehmer*innen der Weiterbildung als Grundlage für die weitere Ausarbeitung.
- 30. Januar 2026: Einsendeschluss für die Einreichung des Projektplans.
- Februar – Mai 2026: Die Teilnehmer*innen der Weiterbildung wählen ein Projekt aus und arbeiten gemeinsam mit Ihrer Organisation an der Entwicklung einer Vermittlungsaktion.
- Mai 2026: Präsentation der ausgearbeiteten Projekte vor einer Jury.
Drei Projekte werden ausgewählt und erhalten eine finanzielle Unterstützung von bis zu 10.000 € pro Projekt.
Nicht ausgewählte Projekte können, sofern sie die Kriterien erfüllen, dennoch für eine Förderung vonseiten der Œuvre infrage kommen.
Die von den Teilnehmer*innen entwickelten Projekte werden anhand der folgenden Kriterien bewertet:
- ihre Kreativität,
- ihre pädagogische Relevanz,
- die Machbarkeit,
- die potenzielle Wirkung auf die Zielgruppen,
- die Budgetplanung,
- das Feedback der beteiligten Kulturorganisation.
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