DropCycle Plastic Atelier
Vom Abfall zum Objekt: Recycling sichtbar und zugänglich machen
© Aurélie Costantini
-
Aktionsbereich Umwelt
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Zeitraum 2025
„DropCycle Plastic Atelier” entstand aus dem Wunsch, konkret auf die Problematik von Plastikabfällen zu reagieren. In einem informellen Austausch formulierten João Teixeira und Vasco Melo das Bedürfnis, sich in einem Projekt mit unmittelbarer Wirkung zu engagieren, das im Alltag verankert ist. Ihr Ziel war es nicht nur, zu sensibilisieren, sondern Umweltfragen sichtbar, verständlich und zugänglich zu machen.
Der entscheidende Impuls entstand, als João das Netzwerk Precious Plastic erwähnte, eine Open Source Initiative, die Maschinen und Know how bereitstellt, um Kunststoff lokal zu recyceln und in neue Objekte zu verwandeln. Schnell wurde deutlich, dass es in Luxemburg bislang keine vergleichbare Initiative gab.
Wir haben erkannt, dass es eine echte Lücke gibt – und damit eine Chance zu handeln.
Vasco Melo LEQGF Asbl
Das Projekt entwickelte sich daraufhin entlang eines klaren Ziels: Recycling konkret erfahrbar und sichtbar zu machen, indem ein sonst unsichtbarer industrieller Prozess in den öffentlichen Raum gebracht wird. DropCycle arbeitet direkt vor Ort – in Schulen, Unternehmen und bei öffentlichen Veranstaltungen – mit Maschinen, die lokal gesammelten Plastikabfall in Objekte verwandeln, die direkt vor Ort hergestellt werden.
Der Prozess ist bewusst einfach und transparent gestaltet. Die Teilnehmenden verfolgen alle Schritte von der Sortierung bis zur Herstellung und nehmen am Ende ein Objekt mit, an dessen Entstehung sie selbst beteiligt waren.
Die Transformation live zu erleben verändert die Wahrnehmung grundlegend.
Vasco Melo DropCycle Plastic Atelier Luxembourg
© Aurélie Costantini
Im Rahmen der Workshops wirkt DropCycle auf mehreren Ebenen. Das Projekt fördert ein besseres Verständnis für die Herausforderungen rund um Kunststoff und stellt zugleich das eigene Tun und das Ausprobieren in den Mittelpunkt. Es trägt außerdem dazu bei, den Blick auf Abfall zu verändern, indem dieser als potenzielle Ressource und nicht als Endpunkt verstanden wird.
Die Weiterentwicklung des Projekts bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich, insbesondere die Suche nach einem festen Ort für regelmäßige Aktivitäten. Als Antwort darauf setzt das Team bewusst auf ein mobiles Format, das es ermöglicht, flexibel auf unterschiedliche Kontexte einzugehen und verschiedene Zielgruppen im ganzen Land zu erreichen.
Einige Aktionen veranschaulichen diesen Ansatz besonders deutlich. Bei einer Installation im Stadtzentrum in der Vorweihnachtszeit wurden Passantinnen und Passanten eingeladen, Objekte aus recyceltem Kunststoff herzustellen. So wurde ein Moment des Konsums in eine partizipative Erfahrung des Gestaltens und Nachdenkens verwandelt.
Nach einem ersten Jahr setzt DropCycle seine Entwicklung fort mit dem Ziel, langfristig einen eigenen Ort zu schaffen, der allen offensteht und an dem Recycling regelmäßig und eigenständig erprobt werden kann. Das Projekt verfolgt dabei ein doppeltes Anliegen: zum einen die Reflexion über Konsumgewohnheiten anzuregen, zum anderen konkret aufzuzeigen, dass jede und jeder zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit Ressourcen beitragen kann.
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