Unterstützte Projekte

Wheelchair Handball

Gemeinsam spielen, ohne Barrieren

© Aurélie Costantini

  • Aktionsbereich Sport und Gesundheit
  • Zeitraum 2025

Der Rollstuhlhandball in Dudelange geht auf eine Erfahrung im Ausland zurück. Während mehrerer Jahre in Schottland arbeitete Kristina Gavrilova im Bereich Behinderung und stellte fest, welche zentrale Rolle angepasste Teamsportarten im sozialen Leben vieler Menschen spielen.

Dort erfolgen soziale Kontakte und Integration oft über den Teamsport im Parasportbereich.

Kristina Gavrilova Handball Dudelange asbl

Nach ihrer Rückkehr nach Luxemburg war der Unterschied deutlich spürbar. Inklusive Sportangebote, insbesondere im Mannschaftssport, sind weiterhin selten. Menschen mit Behinderung haben oft nur begrenzte Möglichkeiten, an Teamsportarten teilzunehmen, während traditionelle Vereinsstrukturen häufig getrennt organisiert sind. Daraus entstand die Idee des Projekts: eine strukturierte, zugängliche und inklusive Sportform zu schaffen.

Innerhalb des Vereins Handball Diddeleng gestartet, beruht der Rollstuhlhandball auf einem einfachen Prinzip: Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Personen ohne Behinderung und Frauen spielen gemeinsam in derselben Mannschaft. Der Aufbau des Teams erfolgte unter anderem in Zusammenarbeit mit der Organisation Back2Sport, die sich für inklusiven Sport einsetzt. Durch diese Kooperation konnten mehrere Spielerinnen und Spieler mit und ohne Behinderung gewonnen werden, wodurch von Anfang an eine vielfältige Dynamik entstand.

© Aurélie Costantini

Mit der Zeit entwickelt sich eine gemeinsame Dynamik. Das Spielfeld wird zu einem Ort, an dem alle ihren Platz finden, ihre Fähigkeiten entfalten und Beziehungen aufbauen können.

Das Projekt trägt dazu bei, Barrieren zwischen unterschiedlichen Gruppen abzubauen und ein Umfeld zu schaffen, in dem Vielfalt zu einer Stärke wird.

Kristina Gavrilova Handball Dudelange asbl

Die Umsetzung der Initiative war jedoch mit Herausforderungen verbunden, insbesondere bei der Finanzierung der notwendigen Ausrüstung. Die Anschaffung von Sportrollstühlen, die für den Sport unerlässlich sind, stellt eine erhebliche Investition dar und erforderte eine gezielte Suche nach Partnern und Fördermitteln. Die Unterstützung durch die Fondation de l’Œuvre Nationale stellte in diesem Zusammenhang einen entscheidenden Wendepunkt dar und ermöglichte den Aufbau einer stabilen materiellen Grundlage.

Die Wirkung zeigt sich schnell, sowohl auf kollektiver als auch auf individueller Ebene. Eine Person mit eingeschränkter Mobilität, die zuvor kaum in Gruppenaktivitäten eingebunden war, integriert sich nach und nach, nimmt regelmäßig am Training teil und baut neue soziale Kontakte auf. Diese Entwicklung unterstreicht die Bedeutung des Sports als Motor für Selbstvertrauen, Engagement und Wohlbefinden.

Seit September 2025 markiert die Teilnahme an einer Meisterschaft einen weiteren wichtigen Schritt. Sie trägt dazu bei, die Aktivitäten stärker zu strukturieren, gemeinsame Ziele zu definieren und das Engagement der Spielenden sichtbar zu machen. Die Teilnahme am Wettkampf stärkt Motivation und Zugehörigkeitsgefühl.

Heute besteht das Ziel darin, diese Dynamik weiter zu festigen und dauerhaft im luxemburgischen Sport zu verankern. Mittelfristig ist vorgesehen, zwei ergänzende Teams aufzubauen – eines mit Freizeitfokus, das andere leistungsorientiert – bei gleichzeitiger Beibehaltung gemeinsamer Trainingseinheiten im Sinne des inklusiven Ansatzes.

Mit dem Rollstuhlhandball setzt Dudelange auf eine Sportform, die verbindet, ohne Unterschiede zu nivellieren. Eine Praxis, in der Vielfalt keine Hürde, sondern eine Voraussetzung für das gemeinsame Spiel ist und die zeigt, wie Sport sozialen Zusammenhalt fördern und Veränderung anstoßen kann.

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