Iron Sparks
Ein Ort, an dem alle ihren Platz finden können
© Aurélie Costantini
-
Aktionsbereich Sport und Gesundheit
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Zeitraum 2025
„Zum ersten Mal habe ich das Gefühl, meinen Platz gefunden zu haben.“
Diese Rückmeldung wird von Teilnehmenden des Projekts Iron Sparks häufig geäußert. In diesem Functional Fitness Club trainieren Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam, in einem Rahmen, in dem Unterschiede kein Hindernis darstellen, sondern Teil des Miteinanders sind.
Im Verlauf der Trainingseinheiten berichten mehrere Teilnehmende, dass sie neues Selbstvertrauen gewonnen haben oder einen Raum gefunden haben, in dem sie sie selbst sein können, ohne auf ihre Behinderung reduziert zu werden. Andere betonen die positiven Auswirkungen auf ihr allgemeines Wohlbefinden, sowohl körperlich als auch sozial.
© Aurélie Costantini
Das Projekt entstand aus einer persönlichen Erfahrung. Der Bruder von Sybille Blitgen, der Trisomie 21 hat, konnte sich in einem klassischen Sportverein nie dauerhaft integrieren und war immer wieder mit Hindernissen konfrontiert. Daraus entstand die Idee, einen wirklich zugänglichen Raum zu schaffen, offen für alle, unabhängig von Alter, Niveau oder Fähigkeiten.
Seit seinem Start im Jahr 2021 bietet Iron Sparks inklusive Trainings in einem angepassten und betreuten Umfeld an. Der Ansatz beruht auf einem einfachen Prinzip: Alle können teilnehmen, sich im eigenen Tempo weiterentwickeln und Teil der Gruppe sein. Heute wird das Projekt von einem engagierten Team getragen, bestehend aus den Gründerinnen und rund einem Dutzend Freiwilligen, die sich in Betreuung und Organisation einbringen.
Mit der Zeit werden die Effekte des Projekts immer deutlicher sichtbar. Die Teilnehmenden verbessern ihre Beweglichkeit, Koordination und Selbstständigkeit, insbesondere Menschen mit Behinderung. Die Wirkung beschränkt sich jedoch nicht auf den körperlichen Bereich: Auch soziale Kompetenzen und Selbstvertrauen entwickeln sich spürbar weiter.
Die Weiterentwicklung des Projekts bleibt dennoch fragil. Die Finanzierung stellt eine dauerhafte Herausforderung dar, da solche Initiativen nur begrenzt privates Förderinteresse erhalten. Diese Unsicherheit beeinflusst die Stabilität des Clubs, trotz realer Nachfrage und klar erkennbarer positiver Auswirkungen.
Dennoch bleibt das Engagement des Teams ungebrochen. Es sind vor allem die Rückmeldungen der Teilnehmenden und die beobachtbaren Veränderungen, die die Motivation aufrechterhalten.
Was wir aufgebaut haben, ist einzigartig, und man spürt es, sobald man zur Tür hereinkommt.
Sybille Blitgen Iron Sparks
Langfristig besteht das Ziel darin, weitere ähnliche Initiativen anzustoßen, um den Zugang zum Sport für Menschen mit Behinderung zu erweitern. Iron Sparks ist damit Teil einer größeren Entwicklung hin zu offeneren und inklusiveren Formen des Sports.
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