ACAT - Torture: Breaking the silence
Das Schweigen über Menschenrechtsverletzungen durchbrechen
© Aurélie Costantini
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Aktionsbereich Soziales
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Zeitraum 2025
Anlässlich ihres 40. Jubiläums hat ACAT Luxemburg das Projekt „Torture: Breaking the Silence” ins Leben gerufen. Die jährlich angelegte Initiative nimmt mehrere Jahrzehnte des Engagements gegen Folter in den Blick und macht zugleich deutlich, dass diese Menschenrechtsverletzungen bis heute Realität sind und häufig im Verborgenen bleiben.
Das Programm entstand auf Initiative von Christina Fabian, ehemalige Präsidentin von ACAT Luxemburg. Ihr langjähriges Engagement für die Menschenrechte war prägend für die Ausrichtung des Projekts: „ACAT steht für Action des chrétiens pour l’abolition de la torture. Zum 40. Jubiläum von ACAT Luxemburg war es für uns selbstverständlich, unser vielfältiges Engagement für die Abschaffung der Folter, unsere Unterstützung für die Opfer sowie die Erinnerung an die Opfer von Folter in den Mittelpunkt unserer Aktivitäten zu stellen. Dabei begleitet uns die Mahnung von Jean Améry: ‚Wer der Folter erlegen ist, kann sich in der Welt nicht mehr zuhause fühlen.‘“
Statt sich auf eine reine Rückschau zu beschränken, hat die Organisation dieses Jubiläum bewusst als Ausgangspunkt für weiteres Handeln verstanden. „Wir wollten dieses Jubiläum als Beginn nutzen und nicht als Abschluss“, erklärt Shabnam Sabzehi.
Es zeigte sich ein klarer Bedarf, diese Themen verständlicher zu vermitteln, insbesondere für jüngere Generationen.
Shabnam Sabzehi ACAT Luxemburg
Über das Jahr 2025 hinweg wurde ein vielseitiges Programm umgesetzt, das öffentliche Veranstaltungen, thematische Gespräche, kulturelle Formate und Bildungsangebote miteinander verband. Ziel war es, zugängliche Räume für Austausch zu schaffen und eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Ursachen und Folgen von Folter zu ermöglichen.
Das Programm richtete sich an ein breites Publikum: an Bürgerinnen und Bürger, junge Menschen sowie Akteurinnen und Akteure aus Zivilgesellschaft und Institutionen. Ein besonderer Fokus lag darauf, auch Menschen zu erreichen, die mit diesen Themen bislang wenig vertraut sind, um den Diskurs zu erweitern und ein gemeinsames Verständnis für Menschenrechtsfragen zu fördern.
© Aurélie Costantini
Die Umsetzung des Projekts basierte auf einer engen Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern. „Die Konzeption und Koordination eines Programms über ein ganzes Jahr hinweg verlangte ein hohes Maß an Flexibilität und einen kontinuierlichen Austausch zwischen allen Beteiligten“, betont Shabnam Sabzehi. Diese Zusammenarbeit hat neue Impulse gesetzt und in mehreren Fällen zu weiterführenden Initiativen über das Projekt hinaus geführt.
Auch auf individueller Ebene zeigte sich Wirkung: Viele Teilnehmende berichteten von einem wachsenden Bewusstsein für die Thematik, einige engagierten sich im Anschluss selbst in Sensibilisierungsarbeit in ihrem Umfeld. Besonders hervorgehoben wurden die Qualität der Diskussionen und die Vielfalt der Formate, die dazu beitrugen, neue Zielgruppen zu erreichen und bestehende Kooperationen zu stärken.
Über das Jahr 2025 hinaus hat „Torture: Breaking the Silence” wichtige Impulse für eine nachhaltige Mobilisierung gesetzt. Die Initiative zeigt, dass auch sensible Themen in offenen und zugänglichen Formaten vermittelt werden können und so langfristiges Engagement fördern. „Das Schweigen durchbrechen, die Würde des Menschen verteidigen“ bringt die Intention des Projekts auf den Punkt und lädt jede und jeden ein, im eigenen Umfeld Verantwortung zu übernehmen und zu einer gerechteren Gesellschaft beizutragen.
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