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Le ballet populaire

AKROĀMA

© Aurélie Costantini

  • Aktionsbereich Kultur
  • Zeitraum 2025

Das Projekt AKROĀMA entstand aus einem Austausch mit dem Team des Trifolion, ausgehend von einer ersten Idee, die Tanz, Musik und Workshops miteinander verbinden sollte. Im Verlauf der Gespräche wurde deutlich, dass zeitgenössischer Tanz für viele junge Menschen nur schwer zugänglich ist, sowohl im Verständnis als auch im Gefühl, sich den Werken gegenüber legitim zu fühlen. Vor diesem Hintergrund wurde das Projekt als umfassender Ansatz entwickelt, der choreografische Kreation und kulturelle Vermittlung miteinander verbindet.

Die Idee war nicht nur, eine Aufführung zu zeigen, sondern dem Publikum zu ermöglichen, in den Entstehungsprozess einzutauchen.

Brian Ca Choreograf

AKROĀMA verbindet zwei komplementäre Elemente: eine zeitgenössische Tanzproduktion und ein Programm aus Workshops und Begegnungen. Ziel ist es, eine schrittweise Annäherung zu ermöglichen, die Teilnehmenden mit dem Werk und den Künstler*innen in Kontakt zu bringen und zugleich Austausch und Dialog zu fördern.

Das Projekt richtet sich an unterschiedliche Zielgruppen, mit besonderem Fokus auf junge Menschen zwischen 12 und 25 Jahren. In praktischen Workshops, offenen Proben und Gesprächsformaten werden die Teilnehmenden eingeladen, ihren eigenen Blick zu entwickeln, selbst zu experimentieren und Vertrauen in ihren Zugang zur Kunst zu gewinnen.

Über die künstlerische Erfahrung hinaus eröffnet AKROĀMA auch Räume für die Auseinandersetzung mit sozialen und kulturellen Ungleichheiten. Indem das persönliche Erleben in den Mittelpunkt gestellt wird, fördert das Projekt Ausdrucksmöglichkeiten und würdigt die Vielfalt der Wahrnehmungen. So wird künstlerische Arbeit zu einem Raum des Austauschs und nicht zu etwas, das aus der Distanz betrachtet wird.

Die Umsetzung beruht auf der Zusammenarbeit eines interdisziplinären Teams aus Künstlerinnen und Künstlern, Technik und Vermittlung, die in allen Phasen eng zusammenarbeiten. Dadurch entsteht eine Verbindung zwischen Bühnenarbeit und Vermittlungsangeboten sowie ein Ansatz, der kohärent und zugänglich ist.

© Aurélie Costantini

Einige Momente haben den Verlauf des Projekts besonders geprägt. Im Rahmen eines inklusiven Workshops mit Teilnehmenden von Trisomie21 ASBL führte die Präsentation eines Ausschnitts aus dem Stück am Ende der gemeinsamen Arbeit bei mehreren Beteiligten zu einer starken emotionalen Reaktion. Für Brian Ca war dies ein prägender Moment, der die Fähigkeit des Tanzes verdeutlicht, Räume der Anerkennung und des gemeinsamen Erlebens zu schaffen.

Ein Werk zu verstehen, zu erleben und sich anzueignen, verändert die Beziehung, die wir zu ihm haben, grundlegend.

Brian Ca Choreograf

Heute wird das Programm weiterentwickelt mit dem Ziel, die Produktion in unterschiedlichen Kontexten zugänglich zu machen und auch Menschen zu erreichen, die bisher nur begrenzten Zugang dazu haben. 

„Unsere Unterschiede sind der Reichtum dieser Welt“, erinnert Brian Ca – ein Gedanke, der sich durch das gesamte Projekt zieht und ihm Orientierung gibt. Mit diesem Ansatz zeigt AKROĀMA, dass sich zeitgenössische Kunst anders vermitteln lässt: als gemeinsame Erfahrung, die auf Begegnung und geteilter Sensibilität beruht.

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